5. April 2016

Titel AUFSTEHEN
alles zur Kampagne Aufstehen gegen Rassismus

100. Geburtstag von Peter Gingold

8. März 2016

Matinee Frankfurt am Main am 13. März 2016

Matinee
Im März 2016 jährte sich der Geburtstag des im In- und Ausland bekannten Frankfurter Antifaschisten und Kommunisten Peter Gingold zum 100. Mal. Aus diesem Anlass hatten die Ettie-und-Peter-Gingold-Erinnerungsinitiative und die VVN-BdA Frankfurt am 13. März von 11 – 13 Uhr zu einer Matinee in das Haus Gallus (Frankenallee 111 in 60326 Frankfurt am Main) eingeladen.

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Dafür, dass das angekündigte tausendjährige Reich nach zwölf Jahren an der Macht zerschlagen wurde, kämpfte Peter Gingold mit aller Entschlossenheit im Exil in der französischen Résistance. Nach der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945 kehrte er nach Frankfurt zurück und setzte sich als Kommunist und Antifaschist (Mitbegründer der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) mit aller Kraft für ein demokratisches und antifaschistisches Deutschland ein. Die Lehren seines Kampfes gegen den Faschismus, die Notwendigkeit eines entschlossenen Zusammenstehens gegen jedwede faschistische Entwicklung, vermittelte er als Zeitzeuge vor ungezählten Schulklassen und Jugendgruppen, auf Demonstrationen und Kundgebungen im ganzen Land. Wo auch immer er gebraucht wurde, war er zur Stelle. An diesen Menschen, an seine Erfahrungen, an seine Lehren und seine, viele Menschen tief beeindruckende Freundlichkeit haben die VVN-BdA und die Ettie-und-Peter-Gingold Erinnerungsinitiative mit einer Matinee anlässlich seines 100. Geburtstages erinnert.

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Die Matinee zum 100.Geburtstag von Peter Gingold, die am 13.März im Frankfurter „Haus Gallus“ stattfand, war eine beeindruckende und alle Teilnehmer/innen zufriedenstellende Veranstaltung. Der große Saal einschließlich der Empore war mit rund vierhundert Besucher/innen voll besetzt.

Mathias Meyers von der Gingold-Erinnerungsinitiative eröffnete die Veranstaltung, Stadträtin Elke Sautner (SPD) überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und des Magistrats. Ulrich Schneider (VVN-BdA) hielt die Laudatio, in der er Stationen des Lebensweges und der Kämpfe Peter Gingolds schilderte, sein Engagement und seine besondere Ausstrahlungskraft hervorhob.
„Sahnestücke“ der zweistündigen Matinee waren die musikalischen Darbietungen der Klezmer-Gruppe Tacheles & Schmu und der Gruppe „Grenzgänger“, die mit modernisierten Versionen bekannter Widerstandslieder besonders gut ankam.

Bewegende Momente waren die Auftritte des 93jährigen Bruders Siegmund Gingold, der aus Paris gekommen war, und der von Esther Bejarano, die einen eigens zum 100. Geburtstag verfassten Brief an ihren Freund Peter Gingold verlas.

Durch die von Philipp Teubner bearbeiteten Interview-Ausschnitte erschien Peter Gingold auf der Leinwand noch einmal in Ton und Bild in seiner sehr ansprechenden Art.
Krönender Abschluss der Matinee war dann das gemeinsame Finale aller mitwirkenden Künstler – zusammen mit der unverzagten 91jährigen singenden Esther Bejarano.

Am Abend brachte dann das Hessische Fernsehen einen Bildbericht von der Matinee, so dass auch die Fernsehzuschauer sehen konnten, was sich da ereignet hatte: eine vollauf gelungene Veranstaltung der Gingold-Erinnerungsinitiative und der Frankfurter VVN-BdA. „Diese Matinee wird uns lange in Erinnerung bleiben“, schrieb eine begeisterte Teilnehmerin.

Die Veranstaltung wurde unterstützt von Frankfurter Gewerkschaften, Parteien, Organisationen sowie dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

Der Flyer zur Veranstaltung: Flyer: Peter-Gingold-100er-Geburtstag-Matinee

pcw.

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Förderverein Roma e.V. lädt ein

7. Dezember 2015

Anlässlich des 73. Jahrestages des Auschwitz-Erlasses

Kundgebung am 16.12.2015, um 18.30 Uhr,
Haus des Buches, ehemaliges Stadtgesundheitsamt,
Braubachstraße 18-22

Am 16.12.42 ordnete „Reichsführer SS“ Heinrich Himmler im sogenannten Auschwitz-Erlass die Massendeportation von Roma und Sinti in das Konzentrationslager Auschwitz an. Es soll „Ohne Rücksicht auf den Mischlingsgrad familienweise in das Konzentrationslager“ eingewiesen werden, hieß es in dem Erlass. Die Vorstufe zur späteren Vernichtung wurde durch die Erfassung aller im deutschen Reich lebenden Roma und Sinti geschaffen.
Robert Ritter, Leiter der „Rassenhygienischen und bevölkerungsbiologischen Forschungsstelle des Reichsgesundheitsamtes Berlin“ und seine enge Mitarbeiter Eva Justin waren hierfür maßgeblich verantwortlich. Ihre sogenannten „rassenbiologischen“ Untersuchungen registrierten minutiös über 20.000 Roma und Sinti. Sie leisteten damit die Voraussetzung für die spätere fabrikmäßige Vernichtung.
Ritter und Justin wurden nach 1945 im Stadtgesundheitsamt Frankfurt am Main als Medizinalrat und Psychologin beschäftigt. Obwohl bekannt war, welche zentrale Funktion beide während der NS-Zeit innehatten, bestanden keine Bedenken gegen die Anstellung. Ritter und Justin wurden für ihre Verbrechen nicht verurteilt.
Am 27.1.2000 wurde nach zehnjährigem Engagement und gegen die politische Mehrheit im Römer eine durch private Mittel finanzierte Mahntafel am ehemaligen Stadtgesundheitsamt angebracht. In den Räumen des Stadtgesundheitsamtes befindet sich seit 2011 die Hauptgeschäftsstelle des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Nach einer Renovierungsphase und dem vorübergehenden Verschwinden der Tafel wurde diese erneut am 27.1.2012 an historischem Ort befestigt. Sie weist auf die Verbrechen hin, nennt die Namen der Täter und klagt die historische Verantwortung gegenüber den Roma und Sinti ein.

mehr zum Förderverein Roma e.V.: www.foerdervereinroma.de

Lesung

14. Oktober 2015

Peter GingoldAus den Erinnerungen von Peter Gingold, dem bekannten Frankfurter jüdischen Antifaschisten, Kommunisten und Widerstandskämpfer gegen das Naziregime, wie er sie in seinem Buch „Paris – Boulevard St. Martin No.11“ (mehr zu diesem Buch finden Sie hier) festgehalten hat,
lesen die beiden Gingold-Töchter Alice Czyborra und Silvia Gingold

am Freitag, dem 13. November 2015, um 19.30 Uhr,
im Großen Gruppenraum des Gemeindezentrums
der Ev. Paul-Gerhard-Gemeinde
in Frankfurt-Niederrad, Gerauer Str. 52.

hier geht’s zum Flyer