5. April 2016

Titel AUFSTEHEN
alles zur Kampagne Aufstehen gegen Rassismus

10. Mai 1933: Nazis verbrannten Bücher | 10. Mai 2018: Burschenschaften verdrängen Antifaschisten | Hat Trinkgelage Vorrang vor Gedenken?

19. April 2018

10. Mai 1933: Nazis verbrannten Bücher

10. Mai 2018: Burschenschaften verdrängen Antifaschisten

Hat Trinkgelage Vorrang vor Gedenken?

Am 10. Mai 1933 passierte es mitten in Frankfurt: Von den Nazis fanatisierte Studenten der Frankfurter Universität, darunter auch Angehörige von studentischen Verbindungen und Burschenschaften, packten einen Leiterwagen voll mit Büchern, deren Autoren vom faschistischen Regime als „zersetzend“ angesehen wurden und verbrannten sie auf dem Frankfurter Römerberg unter dem hysterischen Gegröle ihrer Gesinnungsgenossen.

Wohin diese reichsweit durchgeführten Bücherverbrennungen führten, ist hinreichend bekannt. Deshalb erinnern seit Jahren Menschen durch eine Lesung am 10. Mai am Ort des Geschehens daran. Sie lesen aus Werken, deren Autor*innen auf dem Index der „Aktion gegen den undeutschen Geist“ des NS-Regimes standen. Diesmal legen wir besonderen Wert auf ein angemessenes Gedenken, da sich dieses Ereignis zum 85. Mal jährt.

Nun fällt in diesem Jahr Himmelfahrt auf den 10. Mai. Studentische Verbindungen und Burschenschaften nutzen diesen Feiertag gerne zu einem Trinkgelage. Auch in diesem Jahr besteht die Verbindung „Straßburger KDStV Badenia im CV“ als Anmelder wieder darauf, ihren „Römerbergfrühschoppen“ eben da zu zelebrieren.

Ob nun Burschenschaften oder VVN-BdA zuerst ihre Veranstaltung auf dem Römerberg angemeldet haben, scheint unerheblich angesichts der Frage, ob ein Trinkgelage Vorrang haben kann vor einer Lesung, die an die Bücherverbrennung vor 85 Jahren erinnert.

Nachdem bisherige Einreden der VVN-BdA beim Ordnungsamt keine für das Gedenken positive Wirkung gezeigt haben, entschlossen wir uns, auf den nahegelegenen Paulsplatz auszuweichen. Wir bestehen zwar weiterhin darauf, die Lesung am Ort des Geschehens abzuhalten. Dies ist die Gedenkplatte, die auf dem Römerberg 2001 eingelassen wurde und an die Bücherverbrennung erinnert. Wir möchten jedoch eine rechtliche Auseinandersetzung mit ungewissem Ausgang nach Möglichkeit vermeiden.

Die VVN-BdA erwartet allerdings vom Ordnungsamt, dass den Burschenschaften Auflagen erteilt werden für den Fall, dass die Behörde bei ihrer Bevorzugung des Trinkgelages bleibt. Diese geforderten Auflagen lauten: Die Verbindungen werden einen respektvollen Abstand von zehn Meter um die Gedenkplatte halten; sie tragen dafür Sorge, dass die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung zu Ehren der verfemten Schriftsteller*innen ein Blumengesteck an der Gedenkplatte niederlegen können; sie werden die Lautstärke auf dem Römerberg so halten, dass die Gedenkveranstaltung nahe der Paulskirche nicht gestört wird.

Die diesjährige Lesung anlässlich des Gedenkens an den 85. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nazis wird bisher unterstützt von Gegen Vergessen – für Demokratie, Initiative Kirche von unten, Studienkreis zur Erforschung des Widerstands 1933-1945, Initiative 9. November, Haus am Dom, FV Gedenkstätte KZ-Katzbach/Adlerwerke, Club Voltaire e.V. und Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim e.V. ( LAGG ), Naturfreunde, Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen (VDJ) Frankfurt/Rhein-Main. Wir freuen uns über weitere Unterstützer*innen.

Die öffentliche Lesung beginnt um 11.00 Uhr und wird gegen 16.00 Uhr enden. Es werden Rezitationen, musikalische Beiträge und Redebeiträge dargeboten. Gegen 12.00 Uhr werden die Teilnehmer Gelegenheit haben, Blumen an der Gedenkplatte auf dem Römerberg niederzulegen. Musikalisch wird das Gedenken begleitet durch Roman Kuperschmidt und Band sowie Almut Schwab von Klezmers Techter. Soweit es die Zeit erlaubt, sind weitere Lesebeiträge aus Büchern der verfemten Autor*innen willkommen.

Wir bitten um Deine/Eure/Ihre Unterstützung, dass diese Gedenkveranstaltung zumindest störungsfrei auf dem Paulsplatz stattfinden kann, wenn sie schon vom Römerberg verdrängt werden sollte.

 

PDF –> Gelage_Gedenken_wg_10Mai zum ausdrucken mit der entsprechenden Erklärung, verbunden mit der Bitte, Unterschriften zu sammeln oder uns auch zu sagen, wen Du denkst, den wir ansprechen könnten, insbesondere Kulturschaffende.

Infos an: frankfurt@vvn-bda.de

 

Ostermarsch 2018

10. März 2018

Frieden schaffen
Abrüsten statt aufrüsten
Für eine neue Entspannungspolitik

Wir wollen einen grundlegenden Politikwechsel, um Kriege, Gewalt und Unter­drückung, Hunger und Massenelend zu beenden.
Wir fordern von der deutschen Politik die Unterstützung des im letzten Jahr von der großen Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten beschlossenen Vertrages zum Verbot von Atomwaffen. Der bereits 2010 getroffene Bundestags­beschluss zum Abzug der US-Atomwaffen am Standort Büchel muss endlich umgesetzt werden und Pläne zur „Modernisierung“ der Atomwaffen sind zu stoppen.
Wir fordern eine drastische Umschichtung der öffentlichen Haushalts­ausgaben: Anstatt weiterer Erhöhung der Rüstungsausgaben auf 2% des Bruttoinlandsprodukts (wie innerhalb der NATO festgelegt), fordern wir Abrüstung und damit freiwerdende Geldmittel für Bildung, Gesundheit, Umwelt und Wohnen.
Wir fordern die Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Wir fordern eine friedliche und soziale Entwicklung der Europäischen Union. Dem stehen deren beschleunigte militärische Integration für weltweite Einsätze entgegen sowie die moralisch zu verurteilende, todbringende Abschottung gegen Flüchtlinge.
Wir fordern eine Entspannungspolitik gegenüber Russland anstatt Säbelras­seln und Wirtschaftssanktionen.
Wir fordern einen Stopp aller Waffenexporte und Rüstungskonversion.
Mit einer Politik des Friedens und der Abrüstung, internationaler Kooperation anstatt Konfrontation und Wirtschaftssanktionen können auch Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus überwunden werden.

Abrüsten statt aufrüsten ist das Gebot der Stunde.
Auf uns, die friedensbewegten Menschen,kommt es an, eine Politik des Friedens durchzusetzen.

Auftakte an folgenden Orten am 2. April
Darmstadt 10.30 Uhr Luisenplatz: Treffpunkt für Fahrraddemo nach Frankfurt
Offenbach 11.00 Uhr Auftaktveranstaltung Stadthof (Rathaus)

Frankfurt am Main
10.30 Uhr Rödelheim, Bahnhof – 12.00 Uhr Bockenheimer Depot
11.00 Uhr Bornheim, Gießener Str. / Marbachweg (vor US-Generalkonsulat)
11.30 Uhr Niederrad, Bruchfeldplatz

13.00 Uhr Antikriegskundgebung auf dem Frankfurter Römerberg mit:
– Philipp Jacks (DGB-Regionsvorsitzender)
– Ludo de Brabander (Vrede, Belgien)
– Ramazan Mengi (DIDF-Jugend)
– Ofelia García Campuzano (Guantanamo)
– Kulturbeiträge u.a. von POLITOKK

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Frankfurt liest ein Buch

10. März 2018

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8. Mai – Befreiung! Was sonst?

9. März 2018

Vorankündigung:

Am 8. Mai feiern wir den Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg.
Es geht los um 15.00 Uhr auf dem Römerberg. Dort wird die Forderung bekräftigt, den 8. Mai als Feiertag zu begehen.

Ab 18.00 Uhr feiern wir im Gewerkschaftshaus.
Für Musik, Essen und Trinken ist gesorgt.

Um 23.01 Uhr laden wir abschließend zum Feuerwerk ein.

Weitere Informationen folgen.

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